Autor: smueller

Leitfaden für inklusives Campaigning zum Download

Wir sind der Überzeugung, dass Campaigner*innen über inklusive Kampagnen neue Vorbilder schaffen und Handlungsoptionen für eine vielfältige Gesellschaft aufzeigen können. Die gute Nachricht: Inklusion ist nicht schwer. Schon mit kleinen Schritten und wenig Aufwand kannst Du viel verändern, denn das Einbinden von allen ist eine langfristige Bereicherung für uns alle. Dieser Leitfaden soll Dir dabei helfen. Falls Du gedruckte Exemplare davon möchtest, schreibe uns gern eine E-Mail an team@campaignboostcamp.de

 

8 weitere Stipendien für Aktivist*innen und Nachwuchs-Kampagner*innen

21032211644_920f2da411_bWir haben großartige Neuigkeiten für dich: Wir freuen uns sehr, dass wir zum Endspurt der Bewerbungsphase weitere acht Stipendien verkünden können! Diese werden direkt von uns als Träger, der Campaign Academy, bereit gestellt! Einzige Voraussetzung: Du engagierst dich für eines der Themen aus dem Spektrum der UN Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) und verbindest das mit dem Anspruch den globalen Süden starkzumachen.

Konkret vergeben wir je Stipendien für:

  • Aktivist*innen / Kampagner*innen zu Migration & Flucht
  • Menschenrechtsaktivist*innen/-kampagner*innen
  • Aktivist*innen / Kampagner*innen für fairen Handel und faire Produktion
  • Friedensaktivist*innen/-kampagner*innen
  • Aktivist*innen / Kampagner*innen für nachhaltige Städte

Das Stipendium deckt alle Kosten für die Teilnahme einer Person am nächsten Boostcamp ab.

Du hast noch bis zum 19. April um dich zu bewerben. Also setzt dich gleich dran!

 

6 Gründe, warum du dich für das Campaign Bosstcamp bewerben solltest

1. Du lernst neue Fähigkeiten

Campaign Boostcamp ist ein Trainings-Komplettpaket, das dir zeigt, wie du eine wirkungsvolle Kampagne einfädelst und gewinnst . Keine Sorge – wir werden dich nicht mit langweiligen Power-Point Präsentationen nerven. Unser Training ist interaktiv, lebendig und respektiert das Wissen und die Erfahrungen, welche du schon mitbringst. Du wirst die Möglichkeit haben, alles auszuprobieren, was du lernst und gleichzeitig auch von den Erfahrungen der anderen Teilnehmer*innen profitieren.

2. Es gibt jede Menge Stipendien

Das Campaign Boostcamp freut sich vielfältige Stipendien für Grassroots-Aktivist*innen anbieten zu können. Bis zu zwei Drittel aller Plätze werden so vergeben – das entspricht diesmal bis zu 17 von 24 Teilnehmenden. Als Stipendiat*in hast Du so gut wie keine Kosten – wir übernehmen Deine Fahrtkosten, Verpflegung und Unterkunft – das gilt auch für alle Nachfolgetreffen im Laufe des Jahres. Die Mehrheit der Plätze als Stipendien zu vergeben ist uns wichtig! Wir sammeln dazu auch Spenden u.a. über  GofundMe. Wir wollen, dass  diejenigen, die von Ungerechtigkeit und Marginalisierung betroffen sind, in ihrem Kampf mit dem notwendigen Handwerkszeug ausgestattet sind!

3. Du lernst von erfahrenen Campaigner*innen

Wir holen für die Trainings richtige Kampagnen-Profis dazu, die ihre Erfahrung und ihr Wissen mit Euch teilen. Viele von ihnen haben an wirklich starken und wichtigen Kampagnen gearbeitet. So hatten wir beispielsweise im Boostcamp 2015 Raul Krauthausen als Trainer bei uns, der über seinen Aktivismus für Inklusion und Behindertenrechte berichtet hat .

4. Du wirst tolle Aktivist*innen kennenlernen

Eine der wertvollsten Dinge beim   Campaign Boostcamp, sind die Menschen, die du kennenlernen wirst. Du wirst Menschen mit  einer großen Bandbreite an Campaigning-Interessen kennenlernen – von Migrant*innenrechten, Umweltschutz, Rechte von Menschen mit Behinderung bis hin zu LGBTIQ*-Themen kann alles dabei sein. Viele diese Menschen organisieren nach dem Training gemeinsam Kampagnen.

5. Wir machen uns Inklusion zur Hauptaufgabe

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, alle Bedürfnisse bezüglich Zugänglichkeit so gut wie möglich zu erfüllen. Anne, Teilnehmerin im Jahrgang 2017, sagte zum Campaign Boostcamp: “Anders als bei vielen Seminaren, die ich schon besucht hatte, wurde hier Vielfalt und Inklusion wirklich gelebt. Denn auch die Boostas (Organisator*innen) und Referent*innen waren – wie wir Boosties – ein bunter Haufen.”

6. Wir sehen uns wieder!

Sobald das einwöchige Training vorbei ist, bleiben wir im Kontakt mit euch! Das bedeutet, dass wir danach noch Events haben, die speziell für die Boostcamps-Alumnis angedacht sind, wo Du Deine Fähigkeiten nochmal auffrischen, über deine aktuellen Kampagnen berichten und alte Freund*innen wiedersehen bzw. neue von anderen Boostcamps kennenlernen kannst. Wir bieten euch auch persönliche Unterstützung an und fügen Euch zu unserer großen Facebook-Community hinzu, die für diejenigen gedacht, die jemals  auf demim Boostcamp waren und wo Du von tollen Ratschlägen, Events, Stellenausschreibungen und Diskussionen profitieren kannst.

 

Überzeugt?

Dann bewirb dich hier bis zum 15. April für unser 4. Campaign Boostcamp!

Das Campaign Boostcamp findet  vom 10. – 15. Juni 2018 im Umweltbildungszentrum Berlin statt.

Du hast Fragen über das Campaign Boostcamp? Hier gehts zu unseren FAQ.

 

 

Campaign Boostcamp 2018 sammelt auf GoFundMe für drei weitere Stipendien

Die Mission des Boostcamps ist Empowerment: Um auch aktiven Menschen, die an der Fortbildung interessiert sind, jedoch nicht über die finanziellen Mittel verfügen, eine Teilnahme am Campaign Boostcamp zu ermöglichen, haben die Organisatoren des Campaign Boostcamps eine Spendenkampagne auf GoFundMe ins Leben gerufen. Ziel ist es, mit Hilfe der Community mindestens drei Teilnahme-Stipendien für ehrenamtliche Aktivisten zu finanzieren. So soll vor allem kleineren Initiativen und Grassroot-Organisationen die Möglichkeit gegeben werden, die Kenntnisse zu erwerben, die ihnen dabei helfen sollen, auf wichtige Themen aufmerksam zu machen und gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben.

Du findest die GoFundMe-Spendenkampagne des Campaign Boostcamps unter: https://www.gofundme.com/campaignboostcamp2018

Zwei Stipendien für Trans*Aktivist*innen

14458917126_3fe08233b6_kDu identifizierst Dich als Trans* und bist Aktivist*in? Dann können wir Dir ein Stipendium anbieten! Wir vergeben zwei Stipendien für Trans*Aktivistinnen für das Boostcamp in Berlin.

Bereits zum vierten Mal findet im diesem Jahr das Campaign Boostcamp statt. Im Zeitraum vom 10. bis 15. Juni wird Aktivist*innen und Young Professionals aus NGOs die Möglichkeit geboten, ihre Kompetenzen im Bereich Campaigning, der Planung und Umsetzung von Aktionen weiterzuentwickeln und neue Skills zu erlernen, um  Veränderungen in Einstellung und Denkweisen anderer Menschen zu inspirieren. In verschiedenen Workshops und Fortbildungen auf dem Gelände des Umwelt-Bildungszentrums Berlin lernen sie, wie politische Kampagnen entwickelt, organisiert und letztendlich erfolgreich durchgeführt werden. Gleichzeitig bietet das Campaign Boostcamp die perfekte Gelegenheit, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und sich untereinander zu vernetzten.

Die Kosten für die Teilnahme werden von der Kampagnenfabrik übernommen, welcher nun zum vierten Mal das Boostcamp mit ausrichtet und sich für die Professionalisierung, jener einsetzt, die für sozialen Wandel kämpfen.

Konnten wir Dein Interesse wecken? Dann bewirb dich noch bis zum 19. April hier.

Jetzt bewerben

Aktion Mensch übernimmt zwei Stipendien für junge gehörlose Aktivist*innen

Wir freuen uns, dass Aktion Mensch zwei weitere Stipendien übernimmt: Zwei gehörlose Aktivist*innen unter 30 Jahren können kostenlos am Campaign Boostcamp teilnehmen.

Bereits zum vierten Mal findet im diesem Jahr das Campaign Boostcamp in Berlin statt. Im Zeitraum vom 10. bis 15. Juni wird Aktivist*innen und Young Professionals aus NGOs die Möglichkeit geboten, ihre Kompetenzen im Bereich Campaigning, der Planung und Umsetzung von Aktionen weiterzuentwickeln und neue Skills zu erlernen, um  Veränderungen in Einstellung und Denkweisen anderer Menschen zu inspirieren. In verschiedenen Workshops und Fortbildungen auf dem Gelände des Umwelt-Bildungszentrums Berlin lernen sie, wie politische Kampagnen entwickelt, organisiert und letztendlich erfolgreich durchgeführt werden. Gleichzeitig bietet das Campaign Boostcamp die perfekte Gelegenheit, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und sich untereinander zu vernetzten.

Aktion Mensch, finanziert aus Einnahmen der Soziallotterie, fördert Projekte für die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen — mit und ohne Behinderung — an der Gesellschaft. Aktion Mensch unterstützt uns auch dieses mal wieder bei der barrierearmen Ausrichtung des fünftägigen Camps im Umwelt- Bildungszentrum Berlin.

Fühlst Du dich angesprochen?  Dann bewirb dich hier noch bis zum 19. April 2018 auf einen der beliebten Trainingsplätze.

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Stipendium anlässlich des internationalen Tag gegen Rassismus

Anlässlich des internationalen Tag gegen Rassismus am 21.03.2018 vergibt das Campaign Boostcamp ein Stipendium für Aktivist*innen, die von Rassismus betroffen sind! Das Stipendium finanziert die Teilnahme am Campaign Boostcamp Germany vom 10. Juni bis zum 15. Juni 2018 im Umwelt- Bildungszentrum Berlin .

Falls Du Dich angesprochen?  Dann bewirb dich hier noch bis zum 19. April 2018 auf einen der beliebten Trainingsplätze.

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Stipendium für eine*n junge*n Aktivist*in mit Behinderung von Aktion Mensch

Wir haben tolle Neuigkeiten! Aktion Mensch übernimmt für eine*n Aktivist*in mit Behinderung unter 30 Jahren die Teilnahmekosten für das Campaign Boostcamp vom 10. Juni bis zum 15. Juni 2018.  Aktion Mensch, finanziert aus Einnahmen der Soziallotterie, fördert Projekte für die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen — mit und ohne Behinderung — an der Gesellschaft. Aktion Mensch unterstützt uns auch dieses mal wieder bei der barrierearmen Ausrichtung des fünftägigen Camps im Umwelt- Bildungszentrum Berlin.

Fühlst Du dich angesprochen?  Dann bewirb dich hier noch bis zum 19. April 2018 auf einen der beliebten Trainingsplätze.

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Leitfaden für eine gute Bewerbung

21628937106_2054d5296d_zAus eigener Erfahrung wissen wir, wie anstrengend und schwierig es ist, Bewerbungen zu formulieren. Und ein guter Bewerbungstext macht noch lange keine*n gute*n Kampagner*in. Aber um die Hürde und den Stress einer Bewerbung für das Campaign Boostcamp klein zu halten, wollen wir gern ein paar Tipps geben! Diese finden sich bereits unter unseren FAQ bzw. hier kannst du direkt darauf zugreifen.

„… hier [wurde] Vielfalt und Inklusion wirklich gelebt.“

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Wir bedanken uns ganz herzlich bei Anne, dass sie ihren Erfahrungsbericht als Teilnehmerin des Campaign Boostcamps 2017 mit euch und uns teilen möchte: „Seit vielen Jahren bin ich bereits politisch aktiv und setze mich für eine inklusive Gesellschaft ein. Dabei merkte ich immer wieder, dass mir das theoretische Wissen zu Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit fehlte. Deshalb liebäugelte ich schon seit etlichen Jahren mit einer Teilnahme beim Campaign Boostcamp. Eher zufällig erzählte ich meiner Assistentin Laura vom Stipendium für behinderte Menschen durch die Aktion Mensch. Laura bot sofort an, mich als Assistentin zu begleiten. Ich zögerte noch kurz, da ich, neben meiner Arbeit und den vielen politischen Aktivitäten, gerade in der Vorbereitung meiner Masterarbeit steckte. Aber die könne ja auch eine Woche warten. Also bewarb ich mich kurzerhand. Schon während der Bewerbungsphase war ich stark beeindruckt, wie bereits hier Vielfalt gelebt wird. Jegliche Fragen waren so formuliert, dass sie individuelle Bedarfe erfassten, jedoch ohne bloß zu stellen oder Menschen in Schubladen ein zu sortieren.

Nach erfolgreicher Online-Bewerbung und einem anschließenden Skype-Interview kam endlich die Zusage: Ich war eine von 26 Teilnehmer*innen, die aus 90 Bewerber*innen hervorgingen! Kurz darauf kontaktierte mich Elnaz und sorgte für größtmögliche Barrierearmut: erhöhtes Bett, Strohhalme und Parkplatz.

Ich landete also Ende Juni in der Perspektivfabrik in Brandenburg. Anders als bei vielen Seminaren, die ich schon besucht hatte, wurde hier Vielfalt und Inklusion wirklich gelebt. Denn auch die Boostas (Organisator*innen) und Referent*innen waren – wie wir Boosties – ein bunter Haufen. Dies wurde auch gleich beim Kennenlernen deutlich. Hier ging es um individuelle Stärken und Schwächen und nicht darum, wer du bist, was du machst und woher du kommst.

Neben dem vielen – wirklich vielen – Input über Strategien und Taktiken von Kampagnen, der Theory of Change und Crisitunity, Sessions zu WordPress, Social Media, Mail-Verteilern, Pressearbeit, inklusives Campaigning, Fundraising usw., gab es viel Raum für praktische Anwendung und Reflexion. In unseren “Homegroups”, einer Gruppe von 5 Teilnehmenden, reflektierten wir täglich das Gelernte und unser eigenes Handeln. Zusätzlich konnte sich jede*r mit einem zufällig zugeteilten “Buddy” unter 4 Augen austauschen. Beispielsweise kannte mein Buddy den ganzen technischen Stoff super gut, von dem ich nur eine kleine Ahnung habe. Ich konnte ihm hingegen viel zu Vielfalt und Inklusion erzählen, was wir beide sehr bereichernd fanden.

Self-care: Abends am See
Self-care: Abends am See (Foto von Anne Gersdorf)

Die praktische Anwendung des Gelernten erfolgte im Planspiel. Erstaunlich nah an der Realität entwickelten wir als inszenierter Verband der People of Colour (PoC) eine Kampagne gegen racial profiling. Von meiner Gruppe erfuhr ich viel über die alltäglichen Diskriminierungen von PoCs, also jene, die in einer mehrheitlich weißen Gesellschaft Erfahrungen mit Rassismus gemacht haben. Gleichzeitig konnte ich von meinen praktischen Erfahrungen aus der #NichtMeinGesetz-Kampagne beitragen. Darüber hinaus erfuhr ich während des Planspiels viel über mich selbst: Meine individuellen Stärken, wie die Übersicht behalten, Struktur und Organisation und Klarheit resultieren aus meinem Leben mit Assistenz. Was für eine Erkenntnis!

Ich verstehe Inklusion als einen stetigen Reflexionsprozess. Dass diese beim CBC gelebt wird, zeigte sich, als es mal nicht so rund lief und das Team unverzüglich und vorbildlich reagierte, um aufkommende Ausschlüsse und Diskriminierungen zu unterbinden. Als ich mit einigen Boosties an diesem Abend Abendbrot aß, bemerkten wir, dass Diskriminierungen und das Normalisierungsprinzip unser Gesellschaft auf mehrere von uns zu trifft, obwohl wir vermeintlich ganz anders betroffen sind.

Als wir gefühlt gerade richtig angekommen waren, war die Zeit auch schon wieder vorbei. Plötzlich waren wir wieder aus der Campaigner Bubble in der Realität und wieder zu Hause angekommen. Nach dem Camp erwischte mich ein ordentlicher Jetlag. Auch nach 13 Stunden Schlaf, viel Essen und ganz viel Self-Care (auch das haben wir gelernt, ist wichtig!) wirkten die Erfahrungen der vergangenen Tage nach und die Erfahrungen mussten sortiert werden.

Dank Social Media sind wir alle immer noch gut vernetzt. Zwei andere Boosties und ich versuchen gerade zu der oben erwähnten „Abendbrot“-Erkenntnis ein kleines Projekt zu machen. Ich bin gespannt, was daraus wird…

Auf jeden Fall habe ich für die Zukunft ganz viel über Wissen über Kampagnen, Diskriminierungen und Intersektionalität und Selbsterfahrung im Gepäck!“