Class of 2017: Teilnehmer*innen

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Diese Teilnehmer*innen waren beim Campaign Boostcamp 2017 dabei:

Lara

Ich bin Lara, studiere Psychologie und Soziokulturelle Studien und arbeite momentan an der Bundestagswahlkampagne eines jungen grünen Kandidaten. Er tritt in einem sehr konservativen Wahlkreis, in dem Stammtischgehabe und Parolen alà ‚Mia san mia‘ jedwede Handlung rechtfertigen können. Deshalb wollen wir versuchen verschiedene Kampagnenformen zu verbinden und junge Menschen von Politik zu begeistern und dadurch den Rechtsruck zu kontern. Ich bin dabei an der Kampagnenerzählung, der strategischen Ausrichtung und der Social Media Arbeit beteiligt.

Zuher

Geboren in Berlin, groß geworden in Saudi Arabien, studiert in Marburg, Kairo und London. Als Projektleiter bei i,Slam beschäftige mich vordergründig mit dem Thema des Anti-Muslimischen Rassismus. Dabei möchte ich in meiner Campaigning-Arbeit vor allem einen dekolonialen Ansatz aufbringen und versuchen, historische Kontexte von Rassismus aufzeigen, um diesen in der Gegenwart konstruktiver bekämpfen zu können.

Mila

Beruflich komplett neu orientieren geht! Ich habe nach 12 Jahren im Journalismus in den Kampagnen-Bereich gewechselt und arbeite nun bei Oxfam Deutschland. Mein Herz schlägt für soziale Medien und wie man diese „hacken“ kann, um möglichst viel Wirkung zu erzeugen.

Daniela

Ich bin aktuell Trainee im Campaigning bei Campact. Ich habe in Genf und Accra Entwicklungswissenschaften studiert. Nach meinem Master habe ich drei Jahre lang im Bereich Internationale Freiwilligendienste gearbeitet und nebenher kritische Veranstaltungen zu rechtspopulistischen Bewegungen und Homophobie an Schulen organisiert. In Kölner Protesten gegen die rassistische Instrumentalisierung der Übergriffe von Silvester 2015/16 habe ich Erfahrung mit Mobilisierung und Pressearbeit gesammelt (reclaimfeminism.org). Daraufhin habe ich im letzten Jahr mit anderen Aktivist*innen zusammen die rassismuskritische Kampagne #NeinHeisstNein (kampagneneinheisstneinorg) zur Reform des Sexualstrafrechts gestartet. Meine Themenschwerpunkte: (Queer)Feminismus, Klima&Degrowth, Rassismuskritik.

Wille

Mein Interessenschwerpunkt ist Öffentlichkeitsarbeit. Ich verwirkliche diese Arbeit vor allem als Autor u.a. für die Deutsche Gehörlosenzeitung, aber auch über Sensibilisierungsworkshops zum Thema Gehörlosenkultur, Gebärdensprache und Kommunikation. Daneben arbeite ich als Schauspieler und Dramaturg bei Possible World an inklusiven Theaterstücken, was ich im entfernten Sinne ebenfalls als Öffentlichkeitsarbeit bezeichnen würde. Durch das Boostcamp erhoffe ich mir, mich besser zu vernetzen und meine PR-Fähigkeiten auszubauen.

Kon

Ich beschäftige mich täglich mit neuen Petitionsanliegen der Petentinnen und Petenten auf openPetition. Abgesehen davon arbeite ich an einer Kampagne für die Stärkung des Petitionsrechts online und größere Akzeptanz für digitale Demokratiewerkzeuge auf Bundes-, Länder- und Kommunalebene.

Elli

Mein Name ist Elli und ich wirke im Team, dass gegen soziale Ungleichheit arbeitet in der Kampagne „Steuervermeidung von Konzernen stoppen!“ bei Oxfam Deutschland mit. Meine Arbeitsschwerpunkte sind Fragen zu sozialer Gerechtigkeit, Geschlechtergerechtigkeit und der Steuergerechtigkeit. Außerdem interessiere ich mich neben der Bekämpfung von Ungleichheiten auch für die Geschichte und Entstehung verschiedener Machtverhältnisse und Abhängigkeiten.

Nina

Hi, ich bin Nina! Ich habe Politikwissenschaft und Amerikanistik studiert und arbeite derzeit als Projektmanagerin bei der Stiftung Lesen. Wenn ich nicht gerade daheim in Mainz bin, besuche ich am liebsten meine Familie in Kanada. Ich engagiere mich zurzeit in der Kampagne „Lesestart für Flüchtlingskinder“. Darüber hinaus interessiere ich mich besonders für die Bereiche „Empowering women“ und (ganzheitliche) Bildung – ganz nach dem Motto: „Educating the mind without educating the heart is no education at all.“

Pit

Ich bin in Ecuador und Brasilien aufgewachsen und habe Regionalwissenschaften Lateinamerika studiert. Seit meinem Studium engagiere ich mich in diversen politischen Kampagnen und Initiativen. So z.B. bei Sea Watch, welche ich im April zum ersten Mal auf einem Törn vor der libyschen Küste begleitet habe. Seit Sommer 2016 engagiere ich mich für Biscuits for Calais in der direkten Unterstützung von Geflüchteten in und um die nordfranzösischen Städte Calais und Dünkirchen. In Köln bin ich in dem von mir mitgegründeten interkulturellen Nachbarschaftsgarten Pflanzstelle aktiv. Zur Zeit arbeite ich als Radreiseleiter in Portugal und Frankreich.

Anne

Als Aktivistin für Inklusion – unter anderem bei der #NichtMeinGesetz-Kampagne zum umstrittenen Bundesteilhabegesetz – engagiere ich mich für Menschen mit (aber auch ohne!) Behinderung für Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und der Gestaltung eines inklusiven Arbeitsmarkts. Dank Assistenz rolle durch diese tolle bunte Welt und kann mich vielfältig für Vielfalt einsetzen.

Laura

Ich arbeite als Kampagnenkoordinatorin bei Amnesty International und habe in den letzten Monaten zu den Themen Flucht, Migration und Asyl gearbeitet. Gerne würde ich verstärkt Kampagnenarbeit für die Rechte von geflüchteten Menschen in Deutschland machen und mich gemeinsam mit geflüchteten Menschen für den Familiennachzug einsetzen. Darüber hinaus denke ich, dass antirassistisches und inklusives Campaigning in vielen Organisationen noch nicht zum Arbeitsalltag gehört und möchte mich verstärkt dafür einsetzen.

Miene

Der heutige Wissensbestand muss fortwährend dekolonisiert werden. Unsere Narrative können Wissenschaft und Gesellschaft aber nur dann durchdringen, wenn wir nicht länger überhört werden können. Hierfür braucht es erfolgreiche Kampagnen, die uns laut werden lassen, Aufmerksamkeit erregen und die Weichen für starke Bündnisse of Color stellen. Derzeit widme ich meine Zeit der Kampagne rund um unsere 2. bundesweite Hochschulkonferenz für Black/People of Color.

Hoài

Derzeit in Berlin. Zuvor habe ich Liberal Arts of Education mit den Schwerpunkten Migration, postkoloniale Theorie und politische Partizipation an der Leuphana Universität Lüneburg studiert. Politisch bin ich bei Amnesty International aktiv und bin Mitglied der Themengruppe Antirassismus, die u.a. an der Kampagne gegen rassistische Gewalt beteiligt war. Sowohl in meiner Regiearbeit mit KollektivFolgen, die an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Theater arbeitet, als auch in meinem Studium und politischem Engagement beschäftigt mich grundlegend die Frage, wie gleichberechtigte Teilhabe in einer Migrationsgesellschaft gewährleistet werden kann und welche Rolle u.a. Sprache dabei spielt.

Verena

Als ich letztes Jahr das erste Mal einen Tagebau von innen sah, wurden mir die verheerenden Auswirkungen von Rohstoffabbau auf die Umwelt und Menschen vor Augen geführt. Seit März diesen Jahres widme ich mich dem Thema ganz intensiv – als Volontärin bei der Kampagne Stop Mad Mining der Christlichen Initiative Romero.

Anna

Ich bin im schönen Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen und habe dort auch mein Journalismus & PR Studium absolviert. Vor etwa fünf Jahren ging es für mich in meine andere Heimat Ghana, wo ich inzwischen als Kommunikationsberaterin tätig bin. Mir ist es ein persönliches Anliegen, das Imageproblem, das der afrikanische Kontinent leider hat, aktiv anzugehen, mit Vorurteilen aufzuräumen und eine realistische Berichterstattung zu fördern. Zudem liegt mir die Förderung von jungen Frauen und Mädchen in Ghana am Herzen.

Alina

Ich bin Alina, 19 Jahre alt und gerade mit meinem Abitur fertig geworden. In den letzten Jahren habe ich mich vermehrt mit Sexismus und Rassimus beschäftigt und versucht dagegen aktiv zu werden. So engagiere ich mich zum Beispiel auf Demonstrationen gegen Rechts, schrieb einen Offenen Brief gegen Sexuelle Belästigung in Clubs und sammle aktuell in einem Projekt, mit fairer politischer Kleidung, Geld für „Jugend rettet“.

Miki

Mit Hilfe meines Studiums in Sozialwissenschaften und interkulturellen Beziehungen bin ich für bestimmte Themengebiete sensibilisiert worden wie z.B. Antidiskriminierungsarbeit und Social Justice Formen. Mit meinem Wissen möchte ich zu einer offenen Austauschplattform verschiedener Menschen beitragen.

Annika

Ich arbeite seit einem Jahr als Campaignerin bei Change.org. Am meisten begeistere ich mich für Menschenrechtskampagnen und Vielfaltsthemen. Des Weiteren engagiere ich mich für die Partei Demokratie in Bewegung (DiB), die sich um einen Neustart für die Demokratie bemüht.

Kathi

Ich studiere Interdisziplinäre Lateinamerikastudien und beschäftige mich dabei v.a. mit der Verflechtung von sozialen Ungleichheiten, Machtasymmetrien und Menschenrechtsverletzungen. Mein Herz schlägt für Mexiko, wo ich für mehrere Monate die Arbeit eines Kollektivs von Aktivist*innen begleiten durfte, die aktivistisches Theater zu Menschenrechtsverletzungen in Mexiko machen. Außerdem engagiere ich mich für Menschenrechte bei Amnesty International sowie bei einer Flüchtlingsinitiative, die Tandems zwischen Geflüchteten und Locals organisiert und sich für Begegnung und Integration auf Augenhöhe einsetzt.
Mein Herzensanliegen ist die Arbeit in der Anti-Rassismus-Gruppe von Amnesty International, mit der ich mich v.a. für die Sichtbarmachung von Rassismus im Alltag einsetze.

Miriam

Ich habe in London Internationale Entwicklung studiert, zur Zeit studiere ich Menschenrechte in Deutschland und habe an meiner Universität eine PoC-Hochschulgruppe mit-gegründet. Seit längerem bin ich in der Anti-Rassismus Bildungsarbeit aktiv und interessiere mich für kritische Theorie, Post-kolonialismus, Dekolonialisierung, globale Gerechtigkeit, Feminismus und Anti-Rassismus. Als Campaignerin möchte ich mich auch in diesen Themenbereichen kreativ engagieren und freue mich auf die Workshops!

Chantal

Ich bin ein Kind aus dem Pott, studierte Psychologin und arbeite in der psychologischen Beratung von Studierenden. Meine Leidenschaft gehört der Musik. Mit meiner inklusiven Band Smartability möchte ich zeigen, dass man auch mit einer Behinderung Leidenschaft und Feuer für eine Sache haben kann. Nicht die Behinderung sollte den Menschen determinieren, sondern das, wofür das Herz brennt. Durch das Camp möchte ich lernen, wie das Thema „anders sein“ und Bewußtseinsbildung optimal umsetzbar sind.

Merve

Ich bin Merve, Studierende und liebe das Ehrenamt. Momentan arbeite ich mit dem Zahnräder Netzwerk an der Kampagne „Dein Land- deine Wahl!“ Für anstehende Bundestagswahl, die Mehr- und Minderheitsgesellschaft zur Wahl mobilisieren soll. Besonders liegt mir das Wahlrecht, das vielen zusteht am Herzen. Ich habe häufig das Gefühl, dass das für uns alle etwas Selbstverständliches ist. Dabei sollte uns bei jedem Gang zur Urne klar sein, welche Verantwortung wir für uns und unsere Gesellschaft tragen. Gerade jüngste Ereignisse und Wahlausgänge auf der Welt zeigen uns, das nichts sehr selbstverständlich ist. Ich will meinen Beitrag dazu leisten hierfür zu kämpfen.

Mo

Mein Herz schlägt für Trans*aktivismus als Teil einer weiten queer-feministischen Perspektive. Geschlechtliche und sexuelle Selbstbestimmung sind für mich wichtige Ziele, die nur aus einer starken Gemeinschaft heraus angestrebt werden können. Daher ist mir meine Communityarbeit in der trans* inter* genderqueeren Gruppe ti*&biscuits in Köln wichtig. Darüber hinaus ist Kampagnenarbeit zu Themen wie trans* Menschen im Breitensport oder zur Option eines offiziellen dritten Geschlechtseintrags ein wichtiger Teil meiner Arbeit. Ich habe Sozialwissenschaften und Gender Studies (MA) studiert und nach einem Praktikum beim Deutschen Insitut für Menschenrechte die letzten drei Jahre in der LSBTI*Jugendarbeit gearbeitet.

Alex

Ich habe in Berlin und Montreal Politikwissenschaft und Soziologie mit einem Schwerpunkt im Bereich Migrationsforschung studiert. Während meines Studiums habe ich am Berliner Institut für Migrationsforschung, an der Uni im Bereich Gleichstellung und in der Redaktion einer Nachrichtenagentur gearbeitet, aktuell arbeite ich für einen großen Wohlfahrtsverband im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Seit mehreren Jahren bin in verschiedenen antirassistischen Gruppen und Bündnissen aktiv. Aktuell setze ich mich etwa gemeinsam mit anderen dafür ein, dass Berlin nach dem Vorbild verschiedener US-amerikanischer und kanadischer Städte eine Sanctuary oder Solidarity City wird, die allen ihren Bewohner_innen Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen etwa im Bereich Gesundheit und Bildung gewährleistet und sich weigert, Repressionen gegen Illegalisierte auszuüben oder an Abschiebungen mitzuwirken.

Isa

Ich bin seit über zehn Jahren im Bereich soziale und ökologische Nachhaltigkeit auf vielfältige Weise aktiv. Momentan bin ich stark involviert bei Ende Gelände – einer Massenaktion zivilen Ungehorsams gegen die Verstromung von Braunkohle. Ich bin Teil der Finanz AG und konzipiere eine Spendenkampagne mit der ich möglichst viele Menschen außerhalb der Aktivist*innenszene erreichen möchte.

Jasmina

Hallo, ich bin Jasmina und ich glaube an eine Welt voller Wunder. Diesen kleinen und großen Wundern muss man nur manchmal ein wenig auf die Sprünge helfen. Und da komme ich ins Spiel. Wer der Umwelt etwas Übles will, der muss erstmal an mir vorbei. In meiner Kampagnenarbeit beim Naturschutzbund Deutschland e.V. engagiere ich mich in den Bereichen Naturschutz und Umweltpolitik. Im Moment beschäftige ich mich vor allem mit der EU-Agrarpolitik, genauer: ich kämpfe für eine Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) – für eine faire, naturverträgliche und nachhaltige Landwirtschaft.